Heinrich Sleuwen, über 80 Jahre alt und Hobbygärtner

Heinrich Sleuwen, über 80 Jahre alt und Hobbygärtner, berichtet über sein Leben mit Telemedizin

Was hat Sie zur Telemedizin gebracht?

Man müsste eher fragen, wer mich zur Telemedizin gebracht hat. Das war eine sehr nette Dame aus dem SHL-Team, direkt im Krankenhaus. Ich fand sie sehr überzeugend und bin dann schnell SHL-Patient geworden. Dabei war übrigens auch hilfreich, dass mich die Leistung nichts extra kostet. Ich bekam dann gleich ein Modem für den Internetzugang. Und seitdem steige ich täglich auf die Waage, messe den Blutdruck und übertrage die Werte online an das SHL-Team.

Außer in Notfällen, was können Sie tun, um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern?

Das Fachpersonal im Telemedizinischen Zentrum berät die Teilnehmer des Service in Bezug auf Ihre Medikation, Ihre Lebensführung und informiert über Möglichkeiten der Prävention, um die Lebensqualität und das Wohlbefinden zu verbessern. Für unsere Serviceteilnehmer ist es wichtig, einen Ansprechpartner zu haben, der Ihnen zuhört und sie unterstützt.

Sie klingen viel jünger als Sie sind. Was hält Sie fit?

Der Spaß an der Arbeit. Ich habe ein Grundstück in der Eifel und fahre alle paar Tage dorthin, jedes mal für zwei bis drei Tage. Meine Frau flucht dann immer, weil ich sie allein in Köln zurücklasse. Aber ich genieße es, das Grundstück zu bewirtschaften und Nachts in der Blockhütte zu übernachten. Das Grundstück hat 1.600 Quadratmeter, 60 Prozent Bäume und 40 Prozent Wiese. Da schießt so Manches ins Kraut. Ich würde den Wiesenanteil gern wieder auf 50 Prozent hochschrauben. Aber das ist harte Arbeit, weil mir der Baumbestand sprichwörtlich über den Kopf wächst.

Leben Sie nach der Devise „der Weg ist das Ziel“?

Das haben wir früher sehr oft gesagt und geschmunzelt. Und es passt auch jetzt sehr gut: es macht mir ja große Freude, die Spitzhacke zu schwingen. Auch wenn ich mich zwischendurch natürlich mal ausruhen muss. Aber ich freue mich über jede Essigbaumwurzel, die ich mühsam aus der Erde klaube. Arbeit gibt mir Zufriedenheit. Das war schon früher so, als ich noch als Außendienstler Fahrzeugersatzteile an den Mann gebracht habe. Nicht umsonst bin ich erst mit 74 Jahren in den Ruhestand gegangen.

Wie hat die Telemedizin Ihr Leben bereichert?

Ich bin über 80, schwer herzkrank, aber mopsfidel! Wenn das nicht genügt…