Karl-Heinz Ruprecht aus Hessen ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern.

Sie nutzen bereits seit 2006 den telemedizinischen Service. Wie kam es dazu?

Ich war früher nie krank. Ende 2004 stellte der Arzt beim jährlichen Routinecheck die Verdickung meines Herzmuskels fest. Eine Folgeuntersuchung beim Kardiologen ergab den Befund einer mittelgradigen Aortenklappenstenose (Verengung der Aortenklappe). Bereits vier Monate später merkte ich einen rapiden Leistungsabfall bei meinen sportlichen Aktivitäten und bald auch bei leichter körperlicher Anstrengung. Ende Mai 2005 wurden bei einer Herzkatheteruntersuchung koronare Gefäßverschlüsse festgestellt und zwei Stents eingesetzt. Sechs Monate später ergab eine Kontrolluntersuchung, dass aus der mittelgradigen eine höhergradige Stenose geworden war und sich einer der beiden Stents bereits wieder leicht zugesetzt hatte. Auf dringendes ärztliches Anraten wurde ich Anfang 2006 operiert, bekam eine künstliche Herzklappe und zwei Bypässe. Danach wurde mir von meiner Krankenkasse kostenlos die telemedizinische Betreuung bei SHL Telemedizin angeboten.

Hat sich Ihr Leben nach dieser Operation verändert?

Ja! Ich habe mich natürlich gefragt, warum es bei mir zu dieser Erkrankung kam, zumal bei mir keine der typischen Risikofaktoren wie Übergewicht, Nikotinkonsum oder ungesunder Lebenswandel vorliegen. Ich trieb viel Sport und fühlte mich gesund und fit. Harmonie innerhalb meiner Familie und meinem sonstigen privaten und beruflichen Umfeld ist mir sehr wichtig. Dazu kommt ein ausgeprägtes Pflichtbewusstsein für alles mir Anvertraute. Rückblickend muss ich feststellen, dass ich mir in den Jahren vor meiner Operation selbst viel Stress verursacht hatte, zum großen Teil auch unnötig. Inzwischen weiß ich, dass auch Stress ein großer Risikofaktor für Herzerkrankungen ist. Somit gewann ich die Erkenntnis, dass ich alles viel gelassener sehen und selbst auch ruhiger werden muss. Meine Hobbies, nämlich unser 350 Quadratmeter großer Schrebergarten, den ich biologisch bewirtschafte und das Kochen mediterraner Gerichte, auch für Freunde, tragen dazu bei. Auch einem Glas guten Rotwein bin ich nicht abgeneigt.

Sie sind berufstätig und arbeiten im Hessischen Justizministerium. Was genau ist dort Ihre Aufgabe?

Als Beamter im Justizprüfungsamt bin ich beteiligt am organisatorischen Ablauf der ersten juristischen Staatsprüfung. Häufig habe ich persönlichen Kontakt mit unterschiedlichen Personen, Prüfungskandidaten, Hochschullehrern und praktizierenden Juristen. Freud und Leid, nämlich Bestehen oder Nichtbestehen der Prüfung, liegen oft nah beieinander. Zu erfahren, wie die davon betroffenen Personen damit umgehen, ist auch für mich persönlich immer wieder erkenntnisreich. Ich kann sagen, dass mir mein Tätigkeitsbereich nach wie vor gut gefällt und ich hoffe, dass ich ihn bis zum Erreichen der Altersgrenze ausüben kann.

Sie sind sportlich aktiv und unternehmen auch Touren mit dem Fahrrad.

Das ist richtig. Zusammen mit meiner Frau und einem befreundeten Ehepaar sind wir im vorigen Jahr vom bayrischen Lenggries aus mit dem Fahrrad über die Alpen bis zum Gardasee gefahren. Es war eine herrliche Tour, die viel Spaß gemacht hat, auch weil ich die Steigungen und Anstrengungen gesundheitlich sehr gut überstanden habe. Mit Nebenstrecken sind wir gut 600 Kilometer gefahren. Angeschlossen hat sich eine mehrstündige Wandertour in Südtirol bis auf 2.500 Höhenmeter, die ich ebenfalls gut bewältigen konnte. Ich will damit aber nicht prahlen, vielmehr deutlich machen, dass körperliche Aktivitäten im individuellen Leistungsbereich auch nach einer solchen Herzoperation wieder möglich sind.

Was bedeutet Ihnen der telemedizinische Service bei SHL Telemedizin?

Sehr viel! Die Gespräche mit dem medizinischen Personal verliefen immer sehr angenehm. Insbesondere in den ersten Monaten nach meiner Operation hatte ich doch viele Fragen, die mir sehr ausführlich beantwortet wurden. Dies vermittelte mir ein Gefühl der Sicherheit und wirkte beruhigend. Denn ein Arzt kann sich in einer Praxis leider gar nicht die Zeit nehmen, auf gestellte Fragen so einzugehen, wie das bei SHL Telemedizin möglich ist. Ich kann deshalb die Institution der SHL Telemedizin nur begrüßen und all denen, die bisher mit mir gesprochen haben, nur herzlich danken, selbstverständlich aber auch allen anderen Mitarbeitern bei SHL Telemedizin! Es ist schön, dass es Ihre Institution gibt!