Peter Hartmann, Ex-Berufsmusiker, über sein Leben mit Telemedizin

Sie standen 45 Jahre auf der Bühne. Wie funktioniert der Alltag als Rentner?

Ich habe jede Menge zu tun. Zum einen trete ich weiter auf, nur viel seltener als früher. Da habe ich wirklich überall gespielt, in Casinos ebenso wie in Strip-Lokalen, in Hotels oder auf Hochzeiten. Jetzt spiele ich nur noch ein- bis viermal pro Monat, mitunter auch kostenlos, weil ich gern Menschen eine Freude mache. Und davon abgesehen tue ich einiges für meine Fitness. Besonders im Freien. Ich muss nämlich ein großes Grundstück in Schuss halten. Da ist man ständig in Bewegung.

Ist Bewegung für Sie eine Art Glücksrezept?

Durchaus. Aber es gibt viele Dinge, die mich am Laufen halten: die Musik, die ich liebe, das Auftreten – und auch die Reaktion des Publikums. Musik verschafft einem viele „Streicheleinheiten“. Außerdem ist es wichtig, sich auf neue Dinge einzulassen. Als Sänger, Schlagzeuger und Keyboarder muss man ja sein Repertoire frisch halten. Ich übe bis heute regelmäßig. Dafür nutze ich das Gebäude nebenan, um meine Lebensgefährtin nicht zu stören.

Was hat Sie zur Telemedizin gebracht?

Auch wenn ich mich momentan richtig gut fühle: ich bin herzkrank, wahrscheinlich schon mein Leben lang. Festgestellt wurde das aber erst vor einigen Jahren. Seitdem lasse ich mich regelmäßig durchchecken. Zur Telemedizin bin ich dann ganz „klassisch“ gekommen. Mein Kardiologe hat mich darauf gebracht. Und es gefällt mir sehr gut.

Wie hat die Telemedizin Ihr Leben bereichert?

Es ist ungemein beruhigend, dass immer jemand für einen bereit steht – im Notfall oder wenn man Fragen hat. Und alles wird verständlich erklärt. Selbst wenn früher manches besser war, muss ich sagen: Telemedizin ist ein klarer Fortschritt!.